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Das Ende der gedruckten Zeitung auch in BS? Gelöst

09.07.2019, 10:18 | Gemeldet durch: Anonymer Nutzer

Durch einen Hinweis fand ich gerade diesen interessanten Artikel:
https://taz.de/Medienkrise-in-Thueringen/!5608307/
Vor einigen Tagen wurde in diesem Portal im Zusammenhang mit der fragwürdigen “Spendenaktion” des BZV schon darauf hingewiesen, dass uns in dieser Region bald ähnliche Zustände wie in Thüringen drohen. Ich bin im Zwiespalt, ob ich das bei der derzeitigen Zeitungslage in der Region bedauern oder mich freuen soll. Das Monopol der Funke-Gruppe hier ist kaum noch zu ertragen, aber das flache Land ohne gedruckte Zeitung und schlechte Internetzugängen ist auch nicht wünschenswert.
Auch frage ich mich, was dann aus den Braunschweiger Mitarbeiten wird: die Redaktionen würden noch weiter reduziert werden (in jeder Hinsicht), das Druckzentrum wird überflüssig, ebenso die dortigen Facharbeiter, die schon unterhalb des Existensminimums beschäftigten Zusteller verlieren auch das Einkommen noch.
Und schließlich: Was wird aus Oma Erna und Opa Paul, die keinen PC und kein Wisch-Fone nutzen können oder wollen, sich aber täglich auf die gedruckte Zeitung freuen und sei es nur wegen der Todesanzeigen.
Alles samt werden unter der verfehlten Medienpolitik speziell dieser Monopol-Pressegruppe zu leiden haben.

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9 Kommentare

  1. 09. Juli 2019
    10:44
    Branco

    Lebbe geht weida.

  2. 09. Juli 2019
    11:10
    Reisender

    Lieber ein Ende mit Schrecken…
    Dienstlich reise ich viel kreuz und quer durch Deutschland und sehe mir in den Hotels gerne Regionalzeitungen an, genauer: ich sah sie mir früher gerne an. In den letzen Jahren finde ich immer mehr den Einheitsmampf dieser Mediengruppe mit einseitiger Meinungsmache. In einem Artikel der BZ ist die “Zentralredaktion” auch noch stolz darauf, dass sie in den eigenen Medien im Zitate-Ranking oben steht, keine Kunst! Zentralredaktionen kennen ich im übrigen nur aus Diktaturen…

  3. 09. Juli 2019
    12:39
    Redakteur Henning Noske

    Lieber Leser, vielen Dank für Ihre Frage. Ihre Sorgen sind glücklicherweise unbegründet. Dankenswerterweise geben Sie auch den richtigen Hinweis, dass gedruckte Zeitungen und gute Internetzugänge sehr wichtig sind. Dies sind die Kanäle, auf denen wir – hoffentlich weiterhin mit Ihrer Unterstützung und kritischen Begleitung – für unabhängigen Journalismus sorgen können. Mit freundlichen Grüßen, Ihre Lokalredaktion.

  4. 09. Juli 2019
    12:51
    Rudolph Kerner

    Immer weniger Leser, woran mag das liegen?
    Sicher an den Informationsfluten, die jeden Tag über uns hereinbrechen. Sicher auch an veränderten Lesegewohnheiten und Lesefähigkeiten bei Jüngeren.
    Sicher auch an der Qualität der Zeitungen und den dort tätigen Redakteuren.
    Wer geht als Journalist heute noch zu einer Regionalzeitung? Nach meiner Beobachtung sind es Berufsanfänger oder Personen, die nirgendwo anders unterkommen, oft beides. Von den Berufsanfängern gehen die wenigen guten sehr schnell zu anderen Medien (s. Johannes Kaufmann, den ich bei der BZ sehr vermissen). Die schlechten bleiben, werden gar noch befördert, weil die älteren resignieren oder in den Ruhestand gehen. Gleichzeitig werden die Redaktionen drastisch verkleinert. Natürlich sinkt damit die Qualität auf ein Niveau, dass die Leser sich nicht mehr gefallen lassen wollen.
    Oft ist dann noch die Technik in Redaktionen und Herstellung veraltet, investiert wird nicht, da ja der Zentralkonzern alle Gewinn für sich abschöpft, wie es der TAZ-Artikel sehr deutlich belegt.
    Also “Tschüsss, gedruckte Zeitung!”
    Was bleibt sind stümperhafte Online-Seiten, bei denen es noch viel mehr an qualifizierten Mitarbeitern fehlt.
    (Dies ist meine persönliche Meinung, begründete Widerspruchist ausdrücklich erlaubt. Sollten sich Mitarbeiter der BZ beleidigt fühlen, kann ich es nicht ändern.)

  5. 09. Juli 2019
    13:13
    Zentralist

    Eine aktuelle Meldung die zum Niveau der Onlinesite passt:
    https://www.der-postillon.com/2019/07/eil-nichts-los.html
    Ausnehmsweise mal nicht aus der Zentralredaktion…

  6. 09. Juli 2019
    22:02
    xxx

    > Was bleibt sind stümperhafte Online-Seiten,

    In der Tat, auf news38 gibt es praktisch keinen Artikel ohne Rechtschreibfehler. Was sie aber gut können, sind reißerische Überschriften … so stelle ich mir guten Journalismus nicht vor.

  7. 10. Juli 2019
    12:31
    ???

    Warum werden weitere Diskusionsbeiträge unterdrückt? Wovor hat die Redaktion Angst?

  8. 10. Juli 2019
    13:11
    Zeitungsleser

    ….warum soooo viele Fragen und Gedanken über ungelegte Eier? Genießen Sie das Leben und denken Sie nicht so viel über Dinge nach die nicht spruchreif sind

  9. 21. Juli 2019
    11:30
    Freunde der gedruckten Information

    am besten liest mal die Ansicht eines erfolgreichen Verlegers dazu. Die Totengräber des “Prints” müssen wohl doch noch ein wenig warten mit ihrem Jubel

    Martin Balle: Ohne Print geht es nicht 01.03.2019
    Für die “taz” ist es eine Option, künftig nur noch einmal wöchentlich auf Papier zu erscheinen. Martin Balle, Verleger des “Straubinger Tagblatts” und der “Abendzeitung”, hält das für falsch.

    https://kress.de/mail/news/detail/beitrag/142241-martin-balle-ohne-print-geht-es-nicht.html



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