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Digitales Abo der BZ familienunfreundlich Gelöst

Im Brachfeld 7, 38120 BS, 38120 Braunschweig, Deutschland (52.242901,10.45464)
03.12.2018, 20:41 | Gemeldet durch: kai

Während eine Papierzeitung in einem Haushalt mehrfach gelesen werden kann, ist das Digitale Abo per AGB strengstens auf eine Person beschränkt. Auf Nachfrage rät der Vertrieb der BZ dem Kunden indirekt, die AGB diesbezüglich zu ignorieren und die Zugangsdaten in der Familie weiterzugeben. Dabei wäre es doch einfach einen rechtlich korrekten Zustand herzustellen, indem entweder die AGB angepasst werden oder ein Familiendigitalabo geschaffen wird.

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3 Kommentare

  1. 03. Dezember 2018
    20:43
    Redakteur Dirk Kühn

    Lieber Leser, vielen Dank für Ihren Aufreger. In unseren allgemeinen Geschäftsbedingen wird unter anderem geregelt, wie Anmeldedaten für ein Digitalabonnent aufbewahrt werden sollen respektive ist die Weitergabe an Dritte untersagt. Dieser Passus gilt weiterhin und es ist auch nicht beabsichtigt, ihn zu ändern. Die von Ihnen gewünschte „rechtsverbindliche Zusicherung, dass eine Weitergabe der Anmeldedaten innerhalb der Familie zulässig ist“ können wir Ihnen daher jetzt und zukünftig nicht geben.

    Einer der Gründe: Wie ist der Begriff „Familie“ definiert? Hier einige Fragen ohne Anspruch auf Vollständigkeit: Ist es nur der Ehepartner oder gilt es auch für Lebensgemeinschaften? Gehören Kinder dazu? Gehören zur Familie nur die, die in einem gemeinsamen Haushalt wohnen? Was ist mit volljährigen Kindern in getrennten Haushalten? Was ist, wenn sich Ehepartner trennen aber noch verheiratet sind?

    Sie können sicherlich nachvollziehen, dass wir hier keine Auswahl oder Entscheidung treffen werden. Rechtlich gesehen gilt der Datenschutz auch in einer Ehe. Wir gehen aber davon aus, dass dieser Punkt unter Ehepartnern gemeinsam geregelt wird und es daher keine Notwendigkeit gibt, unsere AGBs zu ändern.

    Beste Grüße und weiterhin eine informative Lektüre!

  2. 06. Dezember 2018
    07:21
    ;-)

    Augen zu und durch 😉 .

  3. 06. Dezember 2018
    10:26
    Flexibilität

    Der BZV scheint generell sehr unflexibel zu sein, was Neuerungen angeht.

    Bei fast allen Firmen ist Volumen (die Menge an Verträgen) besonders ausschlaggebend für den Erfolg. Es werden so Auflagen gezählt und Beiträge für Anzeigen berechnet. Auch sind genauere Informationen, und dass Verhalten der Kunden besonders wichtig, für zukünftige wirtschaftliche Entscheidungen. Wenn der BZV jetzt besonders intelligent wäre, würden sie zu jedem abgeschlossenen Online-Abo die Möglichkeit einräumen, eine bestimmte Anzahl von zusätzlichen, kostenlosen Mitbenutzerkennungen einrichten zu lassen, welches auf das gleiche Abo-Konto auflaufen. Vorausgesetzt, die Mitbenutzer sind unter derselben Postalischen-Adresse gemeldet (Adressprüfung). Hierdurch lässt sich die Anzahl, der tatsächlichen Leser besser bestimmen. Durch das “illegale” Account-Sharing stellen sie nur fest, dass sich jemand angemeldet hat, und ein bestimmter Artikel aufgerufen wurde. Durch die unterschiedlichen Mitbenutzerkennungen, wissen sie genauer “wer” sich angemeldet hat (Alter und Geschlecht) und welche Artikel diese Person gelesen bzw. aufgerufen hat. Das kann für die Statistik und die tatsächliche Leserzahl viel entscheidender sein, als nur die Anzahl der “Klicks” zu zählen, wobei man nicht weiß wer, oder was sich dahinter verbirgt und ob einer einen Artikel 5-mal gelesen hat oder es unterschiedliche Personen waren. Auch für die personalisierte Werbung ist das ganz hilfreich. Dann braucht man für einen 12-Jährigen, keine Werbung für Immobilien zu schalten und für einen Rentner keine Werbung für Comics. Auch können jugendgefährdende bzw. bedenkliche Inhalte ausgeblendet werden.

    Aber gut, wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit.
    Jeder ist seines Glückes Schmied. Möge der BZV seine Zukunft selbst gestalten und die Früchte ernten, die sie selbst gesät haben.

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