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Fahrradkontrollen unwirksam; Fahrradstaffel? Nicht lösbar

10.04.2019, 09:13 | Gemeldet durch: Anonymer Nutzer

Am Montag sah ich hier an der Pockelsstraße, Kreuzung Ring eine Polizeikontrolle, die augenscheinlich auf Radfahrer ausgelegt war, löblich. Aber die Fahrzeuge der Polizei waren ja schon mal von weitem gut zu erkennen, sodass sich manch einer darauf einstellen konnte und einen anderen Weg genommen hat.
Am Dienstag kam mir von der Seite des naturhistorischen Museum ein Radfahrer in die Quere, der bei Rotlicht fuhr, Er kam von links also falsche Seite, wenn keine Ausnahmeregelung besteht. Wenige Minuten zuvor sah ich ebenfalls auf der linken Seite am Bültenweg eine Radlerin mit nem Schmarrnfon hantierend und freihändig fahrend in den Gegenverkehr auf dem Radweg.
Ich will damit sagen, dass ich der Meinung bin, dass diese große Kontrolle vom Montag im Prinzip garnichts bewirkt hat. So ist das leider überall in Braunschweig.

Nun stand ja in den Zeitung, dass eine Fahrradstaffel eingeführt werden soll, nur wann? So eine Fahrradstaffel könnte das Fehlverhalten der Radfahrer endlich mal spotan an jedem Ort eindämmen. In anderen Städten wird das erfolgreich praktiziert, in Braunschweig verschlimmert sich die Situation stetig

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19 Kommentare

  1. 10. April 2019
    10:01
    Muttis Wurstwagen

    Radfahrer benötigen leider immer noch keinen Führerschein, der im Falle eines Verstoßes auch mal (zeitweise) eingezogen werden könnte, wie es bei PKW-/LKW-FührerIn auch der Fall sein kann.
    Darüber hinaus scheint so manch ein Kampfradler der StVO nicht mächtig oder ignoriert selbige bewusst.
    Ein “schönes” Beispiel ist die Ecke Jakobstraße/Brabandstraße. Will man von der Jakobstraße (nach links) in die Brabandstraße einbiegen, kommt es nicht selten vor, dass einem RadfahrerInnen, die Richtung Altstadtmarkt radeln, einem die Vorfahrt nehmen.

  2. 10. April 2019
    10:31
    kontrollverlust

    “Seit mehr als drei Jahren gibt es die Fahrradstaffel der Berliner Polizei. Eine Untersuchung ergab, dass in ihrem Einsatzgebiet inzwischen deutlich weniger bei rot und auf Gehwegen geradelt wird und die Fahrradspuren auch nicht mehr so häufig von Autos zugeparkt sind.”
    https://www.deutschlandfunkkultur.de/polizei-in-der-grossstadt-streife-auf-dem-fahrrad.2165.de.html?dram:article_id=413858
    ——————
    ” Der Erfolg kann sich sehen lassen. Lag die Lichteinschaltquote bei Dunkelheit in Münster im Jahr 2007 bei gerade einmal 40 %, so liegt sie aktuell bei 95 bis 98 %. Fahren ohne Licht ist in Münster heute faktisch kein Thema mehr, was maßgeblich auf die 2009 ins Leben gerufene Fahrrad-Staffel der Polizei zurückzuführen ist.”
    https://www.adfc-braunschweig.de/sicherheit-verkehr/verkehrspolitik/polizei-fahrradstaffel.html
    ———————
    Und Braunschweig? Nichts! Null! Anarchie auf der Straße. Radler nachts ohne Licht, falsche Seite, Rotlichtverstöße, zugeparkte Radfahrstreifen, Fußgänger auf Radwegen, uvm. totaler Kontrollverlust!
    ——————————–
    @Muttis Wurstwagen, JEDER Radfahrer hat in der Grundschule Verkehrserziehung gehabt und eine “Fahrprüfung” gemacht. Nicht wenige Kampfradler in jeder Altersklasse ü15-u100 haben auch eine richtige Fahrerlaubnis. Mir kann niemand erzählen, dass es am fehlenden Führerschein oder Kenntnissen liegt, es liegt einzig und allein daran, dass die Kampfradler kaum befürchten müssen hier angehalten und kontrolliert zu werden.

  3. 10. April 2019
    10:44
    Sonja Plaubel

    “Parken auf Radwegen zeugt von gefährlichem Egoismus”
    So äussert sich der kleine Radfahrer-Verein ADFC in der Zeitung.
    Nicht erwähnt dieser Klub, das Radfahren auf Gehwegen, gegen die Fahrtrichtung, bei roter Lichtzeichenanlage für Fahrräder, Überhöhte Geschwindigkeit auf gemeinsam von Fußgängern und Radfahrern benutzten Wegen … ebenfalls gefährlicher Egoismus sind. Vielleicht sind diese Verstöße sogar noch viel egoistischer, da dadurch oft die schwächsten Verkehrsteilnehmer betroffen sind.
    Das sollte dieser Verein einmal seinen Mitgliedern nahebringen. Aber das würde ja kaum etwas ändern, da nur eine verschwindenden Minderheit der Radfahrer Mitglied in diesem Verein ist.

  4. 10. April 2019
    10:48
    kontrollverlust

    Übrigens Fahrverbot für Radfahrer geht auch ohne Führerschein:
    https://www.bussgeldkatalog.org/fahrverbot-fahrrad/

  5. 10. April 2019
    12:41
    kontrollverlust

    @Muttis Wurstwagen,
    die in Gegenrichtung zugelassenen Radfahrer in Richtung Altstadtmarkt haben auf der Brabandtstraße Vorfahrtschlilder, haben Sie Ihr VZ205 samt Zusatzschildern in der Einmündung Jakobstraße etwa übersehen? Nichts mit Rechts-vor-Links.

  6. 10. April 2019
    15:19
    Muttis Wurstwagen

    @kontrollverlust:
    Wenn in der Jakobstraße ein solches Schild steht (war dort länger nicht mehr mit dem Pkw unterwegs), dann ist dies nur ein weiterer Beleg für eine Fehlplanung. Meine Schilderung bezog sich auf meine Beobachtung als Fußgänger, da ich meist in der Tiefgarage Eiermarkt parke.
    Warum Fehlplanung?
    Auf der Brabandtstraße darf zwischen Jakobstraße und Bankplatz links geparkt werden. Parkt dort (an der Ecke) ein großes bzw. hohes Fahrzeug (Multivan, …), hat man als Autofahrer aus der Jakobstraße kommend kaum bis gar keine Chance, von links kommende Zweiradfahrer rechtzeitig zu erkennen.
    Wären Zweiradfahrer überfordert, wenn sie dem Verkehr aus der Jakobstraße Vorfahrt gewähren müssten? Ist da mal wieder nur von der Tapete bis zur Wand gedacht worden?

  7. 10. April 2019
    15:30
    Horst K.

    Die Fahrradkontrollen vom gestrigen Tag waren aus verschiedenen Gründen recht unsinnig: zum einen waren die Kontrollstellen bereits aus großer Entfernung erkennbar, zum anderen waren auf Grund der Ferienzeit die in großer Zahl falsch fahrenden Schüler nicht auf den Straßen. Regelmäßige, sprich tägliche, Fahrradstreifen durch eine ausschließlich mit diesen Kontrollen beauftragte Fahrradstaffel scheint mir nach den Berichten aus anderen Städten eine reele Chance zu sein, den Radverkehr wenigstens etwas in den Griff zu bekommen.

  8. 11. April 2019
    08:15
    kontrollverlust

    Da kam der Aufreger genau einen Tag früher als der Artikel.
    Die Polizei Braunschweig scheint mir aber nicht sonderlich begeistert zu sein. Auch in dem Gespräch mit einem Beamten bei der Fahrradmesse kam das so rüber. Vielmehr unterstelle Er mir persönlich in herablasender Weise dass die Verkehrsregeln auch für mich gelten. Spätestens als ich erwähnte, dass ich eine Fahrerlaubnis der Klasse B habe und die Verkehrsregeln durchaus kenne wurde es dann schon lächerlich von Seiten der Obrigkeit.

    Man habe also kein Extra-Personal für die Staffel und wolle bis September mit drei neuen E-Bikes und zwei 19 Jahre (bestimmt älter, denn die BS-Polizei in den 1990ern zuletzt beradelt unterwegs) alte Gurken und dann auswerten? Manmanmnan, der Zug mit den ganzen delinquenten Chaoten rauscht an der Braunschweiger Polizei vorbei und man kommt mit dem Pferdefuhrwerk zum winken um in ein paar Monaten zu sagen “das war wohl nichts”, während in anderen Städten schon längst Erfolge zu verzeichnen sind.
    Das ist als Meinungsäußerung zu verstehen.

  9. 11. April 2019
    09:17
    Das ist der Wahrheit

    @kontrollverlust:
    Zitat aus Ihrer Quelle:
    “Wird ein Radfahrer auffällig oder begeht im Straßenverkehr eine Straftat, dann kann ihm die Nutzung des Rads und somit die Teilnahme am Straßenverkehr untersagt werden. Zur Missachtung der StVO gehören neben Trunkenheitsfahrten, auch Rotlichtverstöße, das Befahren der falschen Fahrbahnseite oder die Nutzung eines nichtverkehrssicheren Fahrrads.”

    Soll ich jetzt mal herzlich loslachen? Wenn das wirklich so geahndet werden *würde*, dann hätten wir deutlich weniger Zweiradfahrer in BS.

  10. 11. April 2019
    09:32
    Gehts noch?

    Jetzt kommt die Fahrradstaffel (siehe BZ vom 11.04.) und die ewig gleichen Trolle meckern und nörgeln weiter!

  11. 11. April 2019
    09:58
    Britta

    Jetzt ist sie da, die Fahrradstaffel! Ich freue mich schon auf die monatlichen Statstiken über festgestelltes Fehlverhalten, eingenommene Bußgelder und erteilte Strafbefehle. Ich vermute, dass durch die Einnahmen schnell zwei bis drei weitere Stellen bei der Fahrradstaffel geschaffen werden können.
    Hoffenlich sind es aber nicht nur “Schönwetter”-Beamte, die nur bei Sonnenschein und in den Sommermonaten unterwegs sind.

  12. 12. April 2019
    05:44
    Torkelradler

    @Das ist der Wahrheit: Werden Regelverstöße von Kraftfahrer konsequent geahndet, geht die Justiz in die Knie: https://www.hessenschau.de/gesellschaft/hochleistungsblitzer-bringen-gerichte-ans-limit,hochleistungsblitzer-100.html

  13. 12. April 2019
    05:53
    Torkelradler

    @kontrollverlust: Und, was haben die Kontrollen in Berlin und Münster letztendlich gebracht? Die Einhaltung von Verkehrsregeln ist kein Selbstzweck. Was in erster Linie zählt sind Verletzte und Tote. In dieser Hinsicht haben weder Berlin noch Münster einen Rückgang zu verzeichnen, der vermeintliche Erfolg ist ein Scheinsieg.

  14. 12. April 2019
    08:05
    Name

    Ach, die meisten Radfahrer stören ja niemanden.

  15. 12. April 2019
    17:18
    kontrollverlust

    na bitte! Erfolgsmeldung! Herzlchen Glückwunsch!
    https://www.braunschweiger-zeitung.de/braunschweig/article216942515/Braunschweiger-Polizei-Radstaffel-stoppt-Fahrraddieb.html

    Da auf der Salzdahlumer kann man mal ne halbe Stunde rauf und wieder runter fahren und bekommt sicherlich 20-40 Geisterradler mit teils gemeingefährlich maroden Rädern oder unter Alkohol- und Drogeneinfluss zu greifen! So weit ist das mämlich schon gekommen, dass man als vernünftiger Normalradler Angst haben muss und jegliche Ansprache gegenüber Geisterradlern nicht fruchtet.

    Schönwetterradelstaffel oder nur am Tag sollte auch nicht sein, gut, bei schlechtem Wetter und nachts radeln auch die Chaoten weniger, aber man sieht auch die Probleme mit den KFZ auf Radwegen Radfahrstreifen vielleicht vom normalen Streifenwagen nicht so. Ich erhoffe mir auch ein bißchen Sensibilisierung der Polizei für Fahrradprobleme in dieser Stadt. kann eigentlich nur besser werden.

    @Torkelradler, die Statistik im Jahre 2018 verzeichnete 0 tote Fahrradfahrer in BS, die Statistik dieses Jahr bereits 2 Todesopfer. Statistiken sagen da zunächst nichts aus, das sind zunächst mal Zufallsergebnisse. Da müssen auch die Ursachen ergründet werden, ob insgesamt eine Unfallhäufung am jeweiligen Ort stattfindet.
    Die Einhaltung von Verkerhsregeln hilft Unfälle vermeiden, falsche seite und auf Kollisionskurs habe ich mindestens schon vier RadlerInnen gesehen, die beim Ausweichen auf den Gehweg an der hohen Kante gestürzt sind.
    Ohne Licht und Reflektoren ist gerade in dunklen Ecken schon selbstmörderisch.

    Ich wäre froh, wenn hier die unzulässige Geisterradelei und fahren ohne Licht endlich erheblich verringert würde und nebenbei auch noch die Fahrraddiebe gefangen werden, das eine oder andere Mopped im Park oder auf dem allseits bekannten Weg um die Stadt mindestens kostenpflichtig belehrt werden und sich die Situation auf Radfahrstreifen verbessert, ggf. Radfahrstreifen auf Empfehlung der Polizei wieder demarkiert und zurückgebaut werden.

    wenn mir die Polizei aber bei der Fahrradmesse wie üblich herablassend und “hoch motiviert” daherredet und auch im Artikel die eigentliche Unlust durchblicken lässt, muss man sich schon fragen, obs das gewollt ist, dass es was wird.
    Warten wir mal weitere Erfolgsmeldungen.

  16. 13. April 2019
    09:06
    Bobbycar

    @Kontrollverlust
    “Vernünftiger Normlalradler?”
    Wen meinen Sie damit?

  17. 14. April 2019
    01:22
    Torkelradler

    @kontrollverlust: Die Braunschweiger Unfallstatistik weist für 2018 einen tödlichen Radunfall aus.
    https://www.presseportal.de/download/document/560541-verkehrsunfallstatistik2018lang.pdf
    (Seite 8/28)
    Das war dieser Unfall im September auf der Jasperallee: https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/11554/4066195
    Die Frau wurde übrigens nicht von einem unbeleuchtetem Geisterfahrer, sondern von einem abbiegenden Autofahrer über den Haufen gefahren.

  18. 15. April 2019
    10:28
    Horst K.

    Erste Erfolge der Fahrradstaffel, weiter so!!

    https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/11554/4244558

  19. 16. April 2019
    08:53
    kontrollverlust

    @Torkelradler, gut zu wissen, dass es auch 2018 einen tödlichen Unfall gegeben hat, stand so nicht in der Pressemeldung, wo ist das Ghostbike? Steht am Gieseler schon eins?
    Damit haben sich die tödlichen Radlerunfälle also bereits um 100 Pozent im Verglich zum Vorjahr erhöht.

    Legitimiert die Unfallursche jetzt die Radler auf der linken Seite und ohne Licht zu fahren, oder gibt die StVO und StVZO (§67) hierzu nicht eindeuitig genügende Anhaltspunkte? Spätestens wenn zwei Radfahrer mit sagen wir mal zwei mal 25km/h (=50km/h) Aufprallgeschwindigkeit (25-35km/h sind kein Problem für viele Radler) kollideren können die Verletzungen erheblich sein, auch Stürze bei geringerer Geschwindigkeit können tödlich enden, es ist dem Zufall zu verdanken wenn es eher glimpflich ausgeht.
    Senioren mit Pedelecs sind hierbei besonders problemaisch, weil sie nicht mehr die nötige Reaktionsfähigkeit für ihr motorisiertes Zweirad haben und häufig doch sehr unscher daher taumeln.
    ich möchte auch nicht nachts irgendwo durch eine Park fahren und auf ein völlig unbeleuchtetes Hindernis stoßen.

    Was ich in letzter Zeit zudem noch häufiger sehe, ist dann das Schmarrnfon vor der Nase, dann im letzten Moment nach links oder rechts ausweichen. Der richtig fahrende Radler wird manchmal genötigt links am dem fahrenden Hindernis vorbei zu fahren. Wir haben hier ziemlich eindeutige Regeln bezüglich Rechtsverkehr und diese sind für ein kollisionsfreies Fahren unerlässlich. Es scheint mir nur so, dass dies nicht mehr so geläufig ist (bei PKW-Fahrern übrigens auch schon mehrfach gesehen).



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