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Parteitag und die BZ Gelöst

02.12.2019, 10:44 | Gemeldet durch: dreamcraft2000

Sehr erfreut war ich über den Leitartikel des Chefredakteurs in der BZ, ich hatte Herrn Maus nicht so viel Sachlichkeit zugetraut, da ich sie in seinen Äusserungen sonst selten erlebt habe. Für diesen Artikel aber meinen ausdrücklichen Dank!
Heute habe ich mir mal im Nachgang den sogenannten “live-Ticker” angesehen, der hier ja in übelsten Stil von jener Partei gefordert worden war. (Warum reagiert die BZ darauf?)
Zunächst fällt mir auf, dass die Texte in diesem Ticker nicht etwa vom Chefredakteur (oder wenigsten von einem seiner Stellvertreter) oder vom Leiter der Politikredaktion geschrieben wurden, sondern von zwei jungen, realtive unerfahrenen Online-Redakteuren.
Um es ganz klar zu sagen: ich bin absolut kein Anhänger djeser Partei und der Ansichten deren Mitgliedern, ganz im Gegenteil.
Aber was diese beiden Redakteure hier abgeliefert haben, geht mir doch stark gegen den Strich! Hat ihnen niemand in der Ausbildung den Unterschied zwischen sachlicher Reportage im Gegensatz zu persönlichen Meinungsäußerungen und Kommentaren beigebracht? Die spitzen Bemerkungen und Anzüglichkeiten gegen jene Partei haben in einer Reportage/Berichterstattung absolut nicht zu suchen!
Dies hat mit der vom Chef geforderten Neutralität und Sachlichkeit nichts zu tun. Damit wird jener Partei nur die Munition geliefert, sich wieder (in diesem Fall zu recht) über die fehlende Objektivität der Medien zu mockieren. Auch der Pressekodex fordert von Journalisten und Redakteuren bei Parteiberichterstattung gerade dann Zurückhaltung, wenn diese Partei andere Auffassungen vertritt, als der Medienmitarbeiter.
Wenn diese Ticker-Redakteure ihre Meinung vertreten wollen, was ihnen natürlich zusteht, dann aber bitte in separaten Arikel und klar als Meinungsäusserung, Kommentar oder Satire gekennzeichnet. Das wäre saubere Pressearbeit.
Ich bitte den Ombutsrat der BZ diesen Kommentar aufzugreifen, die Arbeitsweise der Redakteure zu überprüfen und ggf. für deren Schulung zu sorgen.
Dr. Erwin Amcraft

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10 Kommentare

  1. 02. Dezember 2019
    10:49
    Redakteur Philipp Engel

    Sehr geehrter Melder,

    Der Liveticker war so organisiert, dass die Außenreporter uns in der Redaktion Infos schickten, die wir in der Redaktion in den Liveticker einpflegten. So war eine höhere Geschwindigkeit gewährleistet und wir konnten einen zweiten Blick auf die Meldungen werfen und etwaige Tippfehler korrigieren.

    Wenn Sie möchten, dass der Ombudsrat sich damit befasst, schreiben Sie bitte eine Mail mit Klarnamen, Adresse und Rückrufnummer an ombudsrat@bzv.de.

    Die spitzen Bemerkungen gegen meine Kollegin und mich verbitte ich mir.

    Da ich hier erläutert habe, wie man den Ombudsrat erreicht und ich davon ausgehe, dass das der Zweck Ihres Aufregers ist, stelle ich ihn auf gelöst.

    Beste Grüße
    Philipp Engel

  2. 02. Dezember 2019
    12:27
    So ist korrekt!

    Die BZ berichtete ausführlich über den Parteitag der AFD, deshalb sollten solche angeblichen Aufreger auch dort verbleiben!
    Haben jedenfalls hier in diesem Portal absolut nichts zu suchen!

  3. 02. Dezember 2019
    14:29
    Freier Blick nach vorn.

    Karten auf den Tisch.
    Das sollte doch wohl bei dieser guten Zeitung kein Thema sein.
    Fehler passieren immer und auch überall. Daraus aber auch zu Lernen das ist hier der Punkt.
    Ich hoffe das hier über den Ablauf und auch evtl. Fehler auch dann Intern gesprochen wird. So sollte es sein. Gerade in der heutigen so schnellen Welt. Immer mit bedacht ist das Beste.

  4. 02. Dezember 2019
    15:12
    Jutta Deister-Niemann

    Sehr geehrter Herr Maus,
    auch ich möchte mich für Ihren Leitartikel bedanken! Sehr sachlich und objektiv geschrieben, mit Hintergrundwissen aber trotzdem für niemanden verletzend.
    Gerade wegen dieses Leitartikels muss ich aber auch dem Aufregerschreiber zustimmen. Es wäre sicher besser gewesen, wenn Sie persönlich oder wenigstens der Leiter der Politikredaktion die Bearbeitung im Ticker übernommen hätten. Die Berichterstattung über eine solche Veranstaltung erfordern eine grosse Vielfalt an Hintergrundwissen und Kenntnissen der politischen Lage in der Bundesrepublik. Dazu gehört ausserdem auch eine grosse Portion Fingerspitzengefühl. Sie haben dies in Ihrem Leitartikel bewiesen.

  5. 02. Dezember 2019
    20:13
    Dr. Erwin Amcraft

    Herr Engel, was soll ich nun von Ihnen halten, nachdem Sie meine Antwort auf Ihren Kommentar unterdrückt haben? Haben Sie Angst vor Kritik oder ist Ihr Selbstwertgefühl so gering, dass Sie sich keiner Diskussion stellen können?
    Dabei geht es in meinem Aufreger doch nur am Rande um Ihre Person oder Ihre Kollegin, es geht um das, was Frau Deister-Niemann nochmals auf den Punkt gebracht hat: sachliche, neutrale und kompetente Berichterstattung bei einem sehr heiklen Thema und das dringend erforderliche Fingerspitzengefühl, das ich am Wochenende stark vermisse.

  6. 03. Dezember 2019
    09:58
    V. von Asche

    Pressesprechers eines großen Mediums:
    “Diese Art der politischen Meinungsäußerung durch Mitarbeiter eines [Medien-]Dienstleisters auf einem Parteitag entspricht nicht den Gepflogenheiten eines professionellen Auftretens.”
    Das sollte sich auch die kleine BZ als Maxime ins Stammbuch schreiben lassen.

  7. 05. Dezember 2019
    11:54
    Anti Centralist

    Da wird nach dem Leiter der Politikredaktion gerufen. Wenn ich das Impressum von braunschweiger-zeitung.de richtig lese, hat die BZ keine eigene Politikredaktion mehr, sondern es wird dieser Bereich von der “Zentralredaktion” der Mediengruppe in Berlin bearbeitet.
    So viel zum Thema unabhängige Zeitung!

  8. 05. Dezember 2019
    18:27
    Dr. Erwin Amcraft

    @Anti Centralist
    Danke für den Hinweis, ich kann es kaum glsuben, habe es aber im Impressum auch so gefunden.
    Da frage ich mich natürlich, wie die Redakteure am letzten Wochenende beauftragt, gesteuert und überprüft worden sind während des Parteitages, aus Braunschweig oder aus Berlin?
    Als Leser der BZ wünsche ich mir natürlich, dass alle Artikel, Online und Papier, zukünftig eindeutig gekennzeichnet werden, wo die Inhalte her kommen und wer sie verantwortet. Nur so ist noch etwas Transparenz vorhanden.
    Ich hoffe, der Herr Chefredakteur Maus nimmt dazu Stellung und erklärt uns Leser die Struktur der Rest-Redaktion in Braunschweig.
    PS.: Laut Impressum ist auch niemand für den Sport zuständig, obwohl die BZ ständig mehr als voll davon ist. Wo kommt das alles her?

  9. 06. Dezember 2019
    12:22
    Sonja

    Das Impressum in der Papierausgabe kennt (noch) einen Sportverantwortlichen. Der Rest ist wie beschrieben.
    Ein weiterer Grund, sich endgültig von der BZ zu trennen!

  10. 06. Dezember 2019
    19:51
    Soeren Sorge

    Hier ist Parteitag in Braunschweig, die Zeitung berichtet, aber die zuständige Fachredaktion sitzt in Berlin? OK, die kümmern sich um bundesweit wichtige Ereignisse, habe dort sicher auch Kompetenzen und Fachjournalisten. Dieser Parteitag war ein Bundesereignis.
    Aber was weiss die Redaktion in Berlin von spezifisch braunschweiger politischen Gruppierungen? Das könnte doch nur eine Fachredaktion bei “unserer” Zeitung in Braunschweig bearbeiten. Sitzen jetzt berliner Redakteure bei Ratssitzungen im Rathaus (und auch in einem Dutzend anderer Rathäuser, wo die Mediengruppe Satelliten-Zeitungen besitzt)? Oder besuchen lokale Reporter Parteiversammlungen in Braunschweig und schicken ihre Berichte dann zur Genehmigung und Bearbeitung nach Berlin?
    Nun fange ich an zu verstehen, warum am vergangenen Wochenende zwei Online-Redakteure an der Stelle von Fachjournalisten die Reporterberichte kommentiert haben, mit Mangel an Neutralität und Sachlichkeit Das Ergebnis ist in dieem Aufreger aufgezeigt worden. Das gleicht auch der auch nach meiner Auffassung gute Leitartikel von Herrn Maus nicht aus.
    Auch ich möchte betonen, ich stehe absolut nicht auf der Seite der AfD, könnte selbst eine Vielzahl von Spitzen und Pointen gegen diese Zeiterscheinung beisteuern. Aber als Leser eines Livetickers erwarte ich neutrale Berichte, denn ich bin schon erwachsen und kann mir ein eigenes Urteil bilden. Diese Bearbeitung liefert der AfD doch nur weitere Möglichkeiten, sich in ihre Opferrolle hineinzusteigern.
    Dem BZV geht es offenbar nur noch um “billig, billig” statt um eigenen Qualitätsjournalismus und Unabhängigkeit.



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